Reim dich … (mal wieder)

Ein Roch – ein Wort
Weil es in des Spiegels Klarheit
längst schon ungeschönte Wahrheit,
sag ich heute klipp und klar:
„Ich bin dick – so blöd, so wahr.“

Um besser wieder aus zu sehn,
könnt ich ja mal joggen gehen.
Doch bei dem Wetter liebe Leute –
ganz bestimmt nicht heute.

Die Kunst
Bin kein Freund künstlicher Worte,
meide künstlerische Orte.
Künstler, denn sie wahrhaft weinen,
oft auch nur so scheinen.

Vielleicht von Kunst sind sie besessen,
müssen sie doch auch was Essen.
Deswegen hat die Kunst zu Hause,
meistens Pause.

Der Witzbold
Ein Witzbold wurde überrollt
von einem Auto ungewollt.
Fuhr ihn samt weit
aufgeriss’ner Augen breit

Von einem Arzt zusamm’ geflickt
der Witzbold auf sein Leben blickt:
Am Ende steht nicht die Pointe –
sondern Erwerbsunfähigkeitsrente.

Die Liebe
Ich traf auf dich im Internet
Ich fand dort dein Profil so nett.
Doch in der Werkstatt sagt man später:
„Das sind keine sechs Millimeter!“

So bist du also ach,
mir zu flach.
Kein Grund sich aufzureiben –
Wir könn’ ja Freunde bleiben.

Der Schnorrer
Aus einem Reihenhaus,
guckt ein Schnorrer raus.
Ein Ei will er sich borgen,
für seinen Kuchen morgen.
Auch Mehl und Butter und Belag,
’n Quirl, ’n Topf und etwas Quark.

Passanten ratlos schauen,
kaum ihren Augen trauen.
Und sie fragen nach,
wie das denn gehen mach.
„Ach,“  hat der sich das vorgestellt:
„gebt mir doch einfach euer Geld!“

Stormy Monday Blues

Blues-Session, 5. November im Brohmers: Auch ein schöner Momemt – Stormy Monday Blues. Mit Meinhard Prkno (violine), Johannes Reiche (klarinette), Peter Häseler (bass) und dann noch mit mir an der Klampfe!

Reim Dich….

Der Spiegel

Im Spiegel schaut mich längst ein Mann
mit überraschten Augen an.
„Wer seid das da, wer kann euch sein?
Wie kommt das in den Spiegel rein?“

„Das bin wohl ich“, es dämmert mir,
„den ich da seh“, oh welch Pläsir.
Scheinbar bin ich ja doch so gut,
wenn man mich so kopieren tut!

(Der Kleine Roch, 2019)

Im Hohen Fläming

Im Hohen Fläming ist das so,
ganz oben lebt der Flämingo!
Ganz unten hat er Beine
und gar nicht mal so kleine.
Sind alle seine.

Ein Fisch
im Glas jedoch –
Beine hat da keiner.
Aus dem Fläming einer
ist nie deshalb geflohen,
aus dem Hohen.

(aus Der Kleine Roch verreist)

Beitrag für eine Facebook-Gruppe zur „Leberalisierung des Abendlandes“

„Es wurd‘ dem Knappen Eberhard,
beim Saufen schnell die Leber hart“ –
stammt aus ’nem Buch aus alter Zeit:
„Geschichten die, die Leber schreibt!“

Beleidigt ist die Leberwurst,
darf sie nicht trinken, hat doch Durst!
Denn schlecht, da warnt sie der Experte
ist das für die Leberwerte!

Ein Hautarzt konnte sie entdecken,
verdächtig war‘n die Leberflecken.
Doch schon bald da wurde klar,
das es nur Vogelkacke war.

Und „In the Leberhood“,
ja da lebt sich’s gut.
Ins Kino gehen wir dann zu zwei’n:
Die „Leber“ gibt’s „des Brian“.